Mond

mondÄquatordurchmesser: 3476 km

Durchmesser im Modell: 3,5 mm

Mittl. Entfernung von der Erde: 384 405 km

Mittl. Entfernung im Modell: 38,5 cm

Rotationszeit (synodisch): 29d 12h 44m 2,8s

Umlaufzeit = Rotationszeit

Mittl. Bahngeschw. um die Erde: 1,02 km/s

Umfang der Mondbahn: 2,415 Mio km

Auf der Oberfläche des erdnächsten Hirnmelskörpers sind schon mit blossem Auge helle und dunkle Gebiete zu erkennen. Mit dem Feldstecher oder einem Fernrohr werden Gebirge, Krater und ausgedehnte Ebenen sichtbar. Bei Beobachtung durch grosse Fernrohre steigt die Zahl besonders der kleinen und kleinsten Mondkrater ins Unermessliche. Die meisten Krater und Ringgebirge sind durch den Einschlag von Meteoriten verschiedener Grösse entstanden. Von den Wallebenen mit mehreren hundert km Durchmesser bis hinab zu den kleinsten, kaum Millimeter grossen Kratern sind alle Grössen vorhanden. Die höchsten Mondberge erheben sich bis zu 11 000 Meter über ihre nähere Umgebung. Als Folge der fehlenden Atmosphäre schwanken die Temperaturen auf der Mondoberfläche von + 120 °C am Tag bis – 150 °C in der Nacht. Das Mondgestein ist meist eruptiven Ursprungs und von basaltischer Natur, durchsetzt mit Trümmergestein, das durch Meteoriteneinschläge und die dabei stattgefundenen Schmelz- und Wiedererstarrungsprozesse gebildet wurde. Der Mond hat eine gebundene Rotation, d. h. die Dauer seiner Eigenrotation entspricht seiner Umlaufzeit um die Erde; folglich ist von der Erde aus immer die gleiche Seite sichtbar. Wie bei den Planeten entsteht das Leuchten des Mondes durch Reflexion des Sonnenlichtes auf der Oberfläche. Da die Sonne jeweils nur eine Hälfte des Mondes beleuchtet, entstehen bei einem Umlauf des Mondes um die Erde die verschiedenen Mondphasen. Bei Neumond befindet sich der Mond zwischen Sonne und Erde. Nach der Neumondphase wird über das «Erste Viertel» bis zum Vollmond täglich ein grösserer Teil der sichtbaren Mondhälfte beleuchtet. Bei Vollmond steht der Erdtrabant von uns aus gesehen der Sonne gegenüber, dabei wird von der Sonne nur die Vorderseite, d. h. der uns zugewandte Teil beschienen. Von Vollmond bis Neumond verlaufen die Mondphasen genau umgekehrt.